Einen eigenen Garten ganz nach eigener Vorstellung anlegen und pflegen. Das ist ein Traum vieler Leute. Gerade eigenes Obst und Gemüse anzubauen und dadurch natürliche Produkte zu erhalten während man gleichzeitig das Geld im Supermarkt sparen kann scheint praktisch. Gleichzeitig befürchten viele jedoch, nicht genug Zeit oder Platz zu haben, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Noch dazu kann das viele bücken und auf dem Boden knien für viele nicht möglich sein und die dadurch entstehenden Schmerzen für viele die Vorteile eines eigenen Gemüsebeetes für unwichtig erscheinen lassen.

Photo by „Arnold Gartenbau“
Allerdings kann man auch mit nur wenig Platz und rückenschonend seinen eigenen kleinen Garten erschaffen. Mit einem Hochbeet hat man nämlich viele Möglichkeiten und schützt seine Pflanzen gleichzeitig vor Unkraut und Schnecken. Hochbeete sind insbesondere für jeden interessant, der in einer Stadt mit wenig Grünfläche wohnt. Wer also kein Haus mit Garten oder einen Schrebergarten zur Verfügung hat, kann einen Minigarten auf seinem Balkon anlegen. Auch für ältere und körperlich eingeschränkte Leute ermöglicht das Hochbeet die Freude eigener Pflanzen, die unter freiem Himmel ihren Platz haben.
Erfahre die Grundlagen zum Anlegen eines Hochbeetes, verschiedene Varianten und vieles mehr, um schon bald dein eigenes Hochbeet anzulegen und selber die vielen Vorteile zu erfahren.
Was macht ein Hochbeet aus?
Wie der Name schon vermuten lässt, zeichnet es sich vor allem durch die höher gelegene Pflanzfläche aus. Das altbekannte Gartenbeet wurde in angenehm bearbeitbare Höhe verlegt, was zahlreiche Vorteile mit sich bringt.
Ideal ist das Arbeiten auf Hüfthöhe, daher sollte das Hochbeet zwischen 70 und 120 Zentimeter hoch sein. In Bezug auf die Breite sollte man von beiden Seiten aus gut zur Mitte greifen können, also sind 130 bis 160 Zentimeter optimal. Kann das Hochbeet nur von einer Seite bearbeitet werden, dann ist dieses Maß zu halbieren. Die Länge kann sich ganz nach verfügbarem Platz richten, bei 200 bis 250 Zentimetern kann man beim späteren Erneuern der Füllung auf jeden Fall gut im Hochbeet schaufeln. All diese Maße sollten Sie von Ihren Körpermaßen abhängig machen, denn Sie sollen später bequem damit arbeiten können und sich dabei wohl fühlen.
Für Balkon- oder Terrassenhochbeete gelten hinsichtlich Höhe natürlich ähnliche Maße, diese werden sich aber eher nach dem verfügbaren Platz richten. Sonderformen, wie Kräuterschnecken, können ebenfalls abweichen, da dort andere Faktoren wichtig sind.

Warum ein Hochbeet anschaffen?
Die Gründe, warum man sich unbedingt ein Hochbeet anschaffen oder gar selber bauen sollte sind sehr vielfältig. Um nur ein paar gute Gründe zu nennen:
Sie tun etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Denn „Gartln“ baut nachweislich Stress ab und ist eine sehr achtsame Tätigkeit.
Sie wissen woher Kräuter, Obst und Gemüse kommen und wie unbedenklich diese tatsächlich für Ihre Gesundheit sind.
Sie haben damit auf kleinstem Raum den größtmöglichen Ertrag.
Sie schaffen einen Blickfang in Ihrem Garten, auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse. Ein lebendiges und immer einzigartiges Gestaltungselement.
Sie tun auch in der Stadt etwas für wichtige Nützlinge wie Bienen und Hummeln.
Sie können sich ganz oder teilweise mit Kräutern, Obst und Gemüse selbst versorgen. Ein wichtiger Schritt hin zu einem ökologischen Lebensstil.
Sie bieten Kindern die Möglichkeit, sich mit der Natur auseinanderzusetzen und selbst aktiv am Prozess vom kleinen Samen bis hin zur essbaren Paprika mitzuwirken und zu lernen. Viele Kinder, vor allem in Großstädten, wissen gar nicht wie die Tomate entstanden ist, die sie zum Abendessen verspeisen.
Sie können einzigartige Vorteile eines Hochbeetes nutzen, wie beispielsweise die einfache Umwandlung zu einem Frühbeet oder wirklich vielfältiges Zubehör.
Sie können Ihr Hochbeet vielfältig nutzen und gestalten. Eine Variante aus Stein können Sie mit Zierpflanzen als Raumtrenner im Garten einsetzen. Eine Tisch-Variante bietet jederzeit frische Kräuter auf Ihrer Terrasse. Ein Hochbeet kann rechteckig, rund, vieleckig oder geschwungen sein. Es kann Obst, Gemüse, Kräuter oder Zierpflanzen enthalten und aus Holz, Metall, Plastik oder Stein gebaut sein. Sie sehen, es gibt unglaublich viel gestalterische Freiheiten.

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Pflanzen fürs Hochbeet
Neben der richtigen Wahl des Hochbeetes und der Entscheidung, ob man kaufen oder selber bauen sollte, ist es von großer Bedeutung, die richtigen Pflanzen für sein Hochbeet zu wählen. Die meisten Leute wollen mit ihrem Hochbeet ihre eigenen Produkte anpflanzen, die zum Verzehr geeignet sind und dadurch nicht mehr eingekauft werden müssen.
Bei der Auswahl der Pflanzen für dein Hochbeet ist es wichtig, darauf zu achten, dass diese genug Platz haben. Es gibt einige Pflanzen, die in die Breite wachsen, weshalb du dich vorher informieren solltest, welche Maßen deine gewünschten Pflanzen in etwa erreichen können.
Hilfreich ist das Anlegen einer Liste, auf der du dir deine Wunschpflanzen notierst. Mach dir zu jeder Pflanze einige Notizen bezüglich Größe, Lebenslauf und Ansprüche. Auf diese Weise lassen sich diese übersichtlich miteinander vergleichen, damit du auch für jede Pflanze den benötigten Platz hast und ein erfolgreiches Wachstum sicherstellen kannst.
Solltest du dich für größere Pflanzen entscheiden, dann such dir für eine größere Vielfalt zusätzlich kleinere Pflanzen, wie Kräuter, aus.
Falls du noch keine Ideen hast, sind hier ein paar Beispielpflanzen, die gut ins Hochbeet passen und gut Verwendung finden.
Jegliche Arten von Salat, Sellerie, Rucola sowie Kohlrabi sind eine gute Wahl, da sie ein schnelles Wachstum haben und somit viele Erträge bringen. Außerdem haben Sie eine hohe Verträglichkeit mit anderen Pflanzen und benötigen nur wenige Nährstoffe, wodurch sie gut mit anspruchsvolleren Pflanzen zusammengesetzt werden können ohne diese zu behindern.
Eine weitere Pflanze mit hohen Erträgen ist die Erdbeere, die gerade im Sommer ein beliebtes Nahrungsmittel ist.
Möhren und andere Wurzelpflanzen haben durch den lockeren Boden im Hochbeet ein schnelles Wachstum mit hohen Erträgen.
Tomaten haben zwar einen hohen Nährstoffbedarf, weswegen sie vorzugsweise im ersten Jahr gepflanzt werden sollten, wachsen jedoch in die Höhe, weshalb sie im Hochbeet Platz sparen.
Im Gegensatz zur Tomate benötigt die Zucchini viel Platz. Diese sollte deshalb an den Rand des Hochbeetes gepflanzt werden.
Neben dem Gemüse sind auch Kräuter eine beliebte Wahl für Hochbeete. Diese benötigen meist viel Sonne, weswegen sie im Sommer am besten wachsen. Nützliche Kräuter sind beispielsweise Basilikum, Dill, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Schnittlauch und Lavendel. Diese können auch in Verbindung mit Gemüse gepflanzt werden und fördern diese oftmals in Wachstum oder schützen sie vor Krankheiten und Schädlingen.
Zum Schutz des Gemüse eignen sich auch Blumen, wie Tagetes, die andere Pflanzen vor Würmern schützt.

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Umsetzung
Wie du siehst, gibt es eine Menge individueller Aspekte bei Hochbeeten, wodurch jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Ob du nun dein Hochbeet kaufst oder selbst baust, wie du es füllst und noch vieles mehr – es gibt viele Entscheidungen, aber auch viel zu planen.
Wichtig ist hierbei, über die Pflanzen Bescheid zu wissen und die richtige Reihenfolge der Einpflanzung zu kennen, sowie die Verträglichkeit der Pflanzen miteinander, um die besten Ergebnisse zu bekommen.
Probiere dich nun selbst an einem Hochbeet und finde heraus, wie du dies in die Tat umsetzen möchtest. Es sind kaum Grenzen dabei gesetzt.
Wer gleich loslegen will, am besten gleich hier nach dem richtigen Zubehör suchen.
